hArtandergrenze
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Luxemburg Kulturhauptstadt 2007
Das Projekt wird im Rahmen von ... (click!)
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das projekt
Grenzen, so verschieden sie auch sein mögen, ob sichtbar oder unsichtbar, ob schon von weitem an Schlagbaum und Uniformmützen erkennbar oder als oft unerkanntes und unbewusstes gesellschaftliches Regelsystem wirksam, Grenzen, Anstandsgrenzen wie befestigte und militärisch gesicherte Staatsgrenzen - sie alle verbindet, dass die Spannung steigt, wenn man sich ihnen annähert.


Ist also am Ende die Erzeugung von Spannung der eigentliche Sinn und Zweck von Grenzen? Und: was hat das zur Folge? Könnte sich ein Gewinn ziehen lassen aus dieser Erkenntnis? Und wenn ja, welcher? Ist ein Verfahren denkbar, das diese Spannung zu nutzen vermag, zum Beispiel zur Erzeugung von Kunst?


Das Projekt hArt an der Grenze ist eine Art Generator. Es generiert nämlich künstlerische Antworten auf Demarkationslinien von Hoheitsgebieten und Interessensphären, und zwar auf der Landkarte und im Kopf. Es erzeugt künstlerische Aktionen und Projekte an und auf der SaarLorLux-Grenze.


Das „Dreiländereck“, zu dem politisch-geografisch auch die Pfalz und Ost-Wallonien zählen, soll als Grenzland par excellence, als Schnittstelle und Treffpunkt des Eigenen und Fremden, zum kreativen Impuls werden, um einen Prozess ästhetischer Auseinandersetzung und Aneignung in Gang zu setzen. Die Grenze kann dabei als realer politgeografischer Ort zum Aktionsraum werden, indem zum Beispiel Zollhäuschen, Grenzstationen, „Niemands-land“ bespielt werden. Oder sie fungiert als Spielmaterial/Inspiration, als inhaltlicher Anker-punkt für künstlerische Produktionen.


Die teilnehmenden Künstler und Künstlerinnen sind aufgefordert, den Kunstwert der Grenze auszuloten. Das Ergebnis dürfte spannend werden – und mit Sicherheit grenzwertig: Da nähert sich nämlich eine veränderliche Größe einer festen an. Wie weit oder wie nah, das wird diese Kunst-Landnahme zeigen.